Handtmann Anlagentechnik modernisiert Rückkühlanlage im Geschäftsbereich Leichtmetallguss

Im Geschäftsbereich Leichtmetallguss wurde die Rückkühlanlage umfassend modernisiert. Das Projekt wurde bereichsübergreifend innerhalb der Handtmann Unternehmensgruppe umgesetzt und vereint die technische Kompetenz der Handtmann Anlagentechnik mit den betrieblichen Anforderungen des Geschäftsbereichs Leichtmetallguss. Ziel war es, die Betriebssicherheit zu erhöhen, die Energieeffizienz zu verbessern und die Anlage technisch auf den neuesten Stand zu bringen.

 

Die Rückkühlanlage besteht aus einem Kalt- und einem Warmwassertank, die hydraulisch miteinander verbunden sind und sich im Untergeschoss befinden. Über Verbraucherpumpen wird das Kühlwasser aus dem Kaltwassertank über eine Ringleitung zu den Gussmaschinen sowie zu den Kompressoren gefördert. Das dabei erwärmte Kühlwasser wird anschließend über eine separate Rücklaufleitung in den Warmwassertank zurückgeführt. Durch die Verbindung beider Tanks kommt es systembedingt zu einer sukzessiven Erwärmung des Wassers.

 

Sobald die Temperatur im Kaltwassertank einen definierten Grenzwert überschreitet, wird der Kühlkreislauf automatisch aktiviert. In diesem Fall fördern Pumpen das warme Kühlwasser aus dem Warmwassertank zu den Kühltürmen auf dem Dach. Dort wird es abgekühlt und anschließend wieder in den Kaltwassertank zurückgeleitet. Dieses Zusammenspiel gewährleistet eine konstante Betriebstemperatur und eine zuverlässige Kühlleistung im Produktionsbetrieb.

 

Im Rahmen der Modernisierung setzte die Handtmann Anlagentechnik mehrere umfassende technische Maßnahmen um. Dazu zählten neue Schaltschränke mit moderner Steuerungstechnik sowie der Austausch der drei bestehenden Verbraucherpumpen. Die bisherigen 50‑kW‑Pumpen wurden durch leistungsstärkere 90‑kW‑Pumpen ersetzt, die nun über Frequenzumformer geregelt werden. Im Gegensatz zur früheren reinen Ein- und Ausschaltung ermöglicht diese Lösung einen Betrieb im jeweils optimalen Arbeitspunkt. Dadurch werden Energieverbrauch und Verschleiß reduziert und die Anlagenverfügbarkeit erhöht. Der Energieeinsatz passt sich flexibel an die aktuelle Produktionsauslastung im Geschäftsbereich Leichtmetallguss an.

 

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts lag in der gemeinsamen Entwicklung neuer Steuerungsprogramme und einer übersichtlichen Anlagenvisualisierung auf einem Bedienpanel. Diese Arbeiten erfolgten in enger Abstimmung zwischen Handtmann Anlagentechnik, Handtmann Service und dem Geschäftsbereich Leichtmetallguss, um einen praxisgerechten, sicheren und zuverlässigen Anlagenbetrieb zu gewährleisten. Ergänzt wurde die Modernisierung durch eine weitgehende Erneuerung der elektrischen Verkabelung.

 

Mit der erfolgreichen Umsetzung des Projekts zeigt sich einmal mehr der Mehrwert der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb der Handtmann Unternehmensgruppe.